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Sonntag, 17. Juli 2011

Erste Leave in und der Tag danach

Gestern habe ich ja mein erstes eigenes Leave in gemischt und auf die Haare gegeben. Nachmittags habe ich meine Haar mit einer Spange zusammen gebunden, da sie mich genervt haben. Nachts dann mit offenen Haaren geschlafen.

Nun war ich also gespannt, wie meine Haare heute morgen aussehen. Ich bin freudig überrascht. Sie sind schön fluffig und auch noch lockig. Trotz der Spange haben die Locken gehalten. Heute morgen habe ich sie dann mit einem groben Kamm ein wenig durchgekämmt und hatte fast keine Verhakungen drin. Super. Anschließend habe ich noch ein wenig von dem Leave in zur Auffrischung rein gesprüht. Die Gliss-Flasche ist wirklich prima, denn sie sprüht ultra fein. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.

Allerdings kann ich ja eigentlich nicht sagen, ob es wirklich an dem LI liegt oder an dem AO HS-Shampoo. Das Honeysuckle werde ich mir so oder so noch bestellen. Auch wenn meine Haarpflege-Bestände im Bad wahrscheinlich jetzt schon für Jahre halte... ;)

Samstag, 9. Juli 2011

Silikon entfernen mit Natronwäsche

Ich habe beschlossen nun komplett auf Naturkosmetik um zu steigen. Durch jahrelange Anwendung chemische Pflegeprodukte hat sich auch in meinem Haar eine Menge Silikon angesammelt. Das soll nun raus. Man kann es langsam rauswaschen, indem man nur noch silikonfreie Shampoos und Spülungen benutzt. Das dauert mir aber zu lange, denn: Silikon ist nicht wasserlöslich und diese Methode kann sich schon mal Monate - wenn nicht sogar Jahre hinziehen.

Die schnelle Methode ist die Natronwäsche. Hat man wie ich nicht übermäßig viel Silikon im Haar, dann reicht schon eine Wäsche mit Natron und man sieht endlich sein "echtes Haar" wieder.

Wie mache ich eine Natronwäsche?

Nun - zuerst einmal braucht man Natron. Das kann man teuer in der Drogerie oder Apotheke kaufen... oder einfach billig in der Backabteilung des Supermarkts. Der Inhalt ist der gleiche - Natron eben. Ich habe das Natron von Dr. Oetker benutzt, dass ich sowieso zum Brotbacken im Haus habe.

Eine Natronwäsche macht natürlich nur Sinn, wenn man dazu auch ein Naturshampoo benutzt. Sonst wäscht man das Silikon ja gleich wieder rein. Und so geht es:

  1. leere Shampooflasche besorgen
  2. Tüte Natron in die leere Flasche streuen
  3. gleiche Menge Shampoo dazu tu. Ich habe das Alverde Repair-Shampoo Traube Avocado genommen.
  4. Flasche mit warmen Wasser auffüllen
  5. Schütteln, bis sich alles vermischt und das Natron aufgelöst hat
  6. Ab in die Dusche - Kopf nach unten - Haare nass machen 
  7. Die Mischung in das Haar massieren und dabei gut verteilen. Am besten nur in die Längen - also nicht auf die Kopfhaut
  8. Gründlich ausspülen und sich wundern, wie kräftig sich das Haar plötzlich anfühlt
  9. Spülung ins Haar - ich habe Repair-Spülung Traube Avocado von Alverde dafür genommen
  10. Spülung ein paar Minuten einwirken lassen und dann ausspülen
  11. Haare mit Mikrofaserhandtuch oder T-Shirt (keinesfalls Frottee für die Haare - macht die Spitzen kaputt) durch sanftes Ausdrücken trocknen
  12. Haarkur rein (ich habe Alverde Repair-Haarmaske Traube Avocado genommen) und die Kur ca. 30 Minuten einwirken lassen
  13. Ausspülen mit kaltem Wasser und Haare wieder mit Tuch trocknen
  14. Haare an der Luft trocknen lassen
Das Ergebnis: meine Haare fühlen sich plötzlich herrlich kräftig und gesund an! Vorher waren sie weich - aber irgendwie unnatürlich weich. So glitschig. Und nun? Nun merkt man sie richtig!

Und sie glänzen! Ganz von selbst - ohne irgendwelche Glanzsprays. Ich bin total überrascht und froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe. Hier die Fotos vor und nach der Natronwäsche:

Man sieht einen deutlichen Unterschied! Beim rechten Foto habe ich ein Foto von vorher und das Nachher-Foto zusammen geschnitten. Da sieht man sehr deutlich, was die Natronwäsche bewirkt hat.



Aber Vorsicht: wer seine Haare jahrelang maltretiert und gefoltert hat - z.B. durch Fönen, Glätten, Lockenstab und so weiter - der sollte gut überlegen, ob er eine Natronwäsche wagt. Denn dadurch entfernt man eben alles Silikon, dass bisher die Haare "zusammen gehalten" hat. Nimmt jemand mit stark geschädigtem Haar dieses runter, dann wird er mit großer Wahrscheinlich einen ziemlichen Schock bekommen. Denn dann werden mit einem Schlag alle Schäden sichtbar: Spliss, Haarbruch, Filz... und was sonst noch vom Silikon verdeckt wurde. In dem Fall ist es sicherer das Silikon langsam auswaschen zu lassen oder anschließend wirklich wie blöd zu kuren.

Freitag, 8. Juli 2011

Curly Girl Methode?

Nun habe ich also Locken. Doch wie erreiche ich, dass diese auch wirklich schön fallen? Bei meiner Recherche im Web und diversen Foren stieß ich auf die Girly Curl Methode von Massey. Das hörte sich sehr interessant an und die Beispielfotos sind überzeugend.

Hier einmal die Grundregeln in Kürze:

Was ist die Curly Girl Methode?

Bei der CG Methode handelt es sich um ein von Lorraine Massey entwickeltes Pflegeprogramm für lockige und wellige Haare. Die wichtigsten Fakten lassen sich wie folgt zusammenfassen:

1) No-poo / Low-poo / COW
Diese ganzen Abkürzungen stehen für die Basis der CG Methode, sprich der Vermeidung scharfe Tenside und Sulfate im Shampoo. Eine aggressive Reinigung trocknet die eh schon zur Trockenheit neigenden Locken zusätzlich aus und beraubt sie ihrer natürlichen Feuchtigkeit, die wichtig ist, um für Sprungkraft und Elastizität zu sorgen.

Massey schlägt vor, komplett auf Shampoo zu verzichten und nur noch mit Conditioner (COW - Condish-Only Wäsche) zu waschen. In den meisten Conditioner befinden sich ebenfalls reinigende Stoffe, die aber viel milder sind und somit das Haar auf schonende Weise von Schmutz reinigen, ohne es auszutrocknen. Wichtig ist hier vor allem, dass man den  Conditioner gründlich in die Kopfhaut einmassiert und etwas länger einwirken lässt, damit sich die volle Reinigungswirkung entfalten kann.

Für Lockenköpfe, die mit COW nicht zurecht kommen, empfiehlt Massey den Gebrauch eines ganz milden Shampoos (No-Poo bzw. Low-Poo), mit dem die Kopfhaut ab und zu gereinigt werden kann. Milde Shampoos schäumen meist sehr wenig, manchmal auch gar nicht, weswegen sie die Namen Low-Poo bzw. No-Poo tragen.

In jedem Fall sieht die CG Methode das tägliche Waschen der Haare bzw. der Längen mit  Conditioner vor, um sie so oft wie möglich erneut mit Feuchtigkeit zu versorgen.

2) Kämm- bzw. Bürstenverbot
Massey betont, dass Lockenköpfe unter keinen Umständen ihre Haare im trockenen oder nassen Zustand bürsten sollen, da es erstens eine starke mechanische Belastung ist und zweitens Locken enorm aufplustern lässt.

Der einzige Moment, in dem man Kämmen sollte, ist wenn man  Conditioner in seinen Haaren hat, um diese zu entwirren. Dann aber bitte auch nur mit einem speziellen grob gezinkten Lockenkamm.

3) Kein Föhn oder Glätteisen
Hitze trocknet Locken extrem aus, egal ob sie von einem Föhn oder einem Glätteisen kommt. Am besten lässt man seine Haare lufttrocknen. Wenn es doch mal schnell gehen muss, sollte man die Locken mit einem Diffuser auf kalter Stufe langsam trocken föhnen.

4) Finger aus den Haaren!
Wichtig beim Lufttrocknen: die Hände aus den Haaren zu lassen. Auch wenn es noch so verführerisch erscheint in den nassen Haaren rumzufriemeln - lasst die Haare bitte bis zum Schluss in Ruhe, denn sonst gibt es Frizz.

5) Keine normalen Handtücher
Generell wird empfohlen, keine normalen Badehandtücher zum Trocknen der Haare zu benutzen, da sich die Locken in den kleinen Schlingen des Handtuchs verfangen können und frizzy werden. Besser geeignet sind große T-Shirts oder Mikrofaserhandtücher. Manche Curly Girls verwenden auch ganz normale Küchenrolle, um die Feuchtigkeit aus den Haaren zu kneten.

6) Technik "Ploppen"
Auch wenn diese Technik nicht von Massey erfunden wurde, so hat sie sich zu einem festen Bestandteil der CG Methode entwickelt. Dabei geht es vor allem darum, die Haare einige Minuten mit einem T-Shirt zu bündeln, so dass die Lockenstruktur im Trockenprozess unterstützt wird. 

Quelle: http://www.haarforum.de/...die-curly-girl-methode

Webseite mit Informationen: Live Curly Live Free


Das kling spannend. Also habe ich es gleich mal ausprobiert. Und tatsächlich: die Locken fallen viel schöner. Ich weiß aber noch nicht so recht, ob ich mich mit der Methode komplett so anfreunden kann.

Hier habe ich noch keine Naturkosmetik benutzt.

nach dem ersten Ploppen
nach Frisörbesuch

Donnerstag, 7. Juli 2011

Meine erste Dauerwelle

Ich habe einen Entschluss gefasst: eine Dauerwelle muss her. Endlich Locken - endlich Fülle - endlich Haare auf dem Kopf.
Mein Haar ist sehr fein. Gerade zu fisselig. Kurz nach der Wäsche geht es noch - eine Stunde später habe ich aber einen platten Kopf und sehe nur noch langweilig aus. Das soll sich nun ändern.

Ich machte einen Termin bei einem alt eingesessenem Friseurgeschäft und ließ mich dort beraten. Dabei erfuhr ich zum ersten Mal wie schlimm Silikon eigentlich für das Haar ist. Und dass in fast allen konventionellen Haarpflegemittel im Supermarkt viel zu viel davon drin ist. Silikon legt sich ums Haar, um es zu schützen und weich und kämmbar zu machen. Das hört sich ja erst mal gut an. Doch irgendwann hat man so viel Silikon in den Haaren, dass von dem echten Haar nix mehr zu sehen ist. Und natürlich hält dann irgendwann auch keine Frisur mehr. Das Haar wird kraftlos, platt und schlapp. So wie bei mir eben. Und meine Friseurin meint: manche Menschen haben so viel Silikon im Haar, dass gar keine Dauerwelle mehr hält! Welch ein Glück, dass ich in den letzten Jahren außer waschen und "Glanzspray" rein nicht viel mehr mit meinen Haaren gemacht habe. Das Silikon reichert sich an im Haar und wird mit jeder "Pflege" mehr.

Das ganze hat mich zum Grübeln gebracht. Und ich fing an im Internet zu recherchieren... und mit dem Wissen, was ich dadurch bekommen habe, wurde mir schnell klar: SO kann und will ich nicht weiter machen! Der Umstieg auf Naturkosmetik nahm seinen Lauf... und darüber und die Auswirkungen auf mich und meine Haar berichte ich in diesem Blog.

Um das ganze zu verdeutlichen, werde ich natürlich regelmäßig von den Entwicklungen berichten und diese mit Fotos dokumentieren. Zum Glück war ich so schlau vor der Dauerwelle auch ein Foto zu machen. Darum hier die ersten Vorher-/Nachher-Fotos.



 Meine Haare vor und nach dem Frisörbesuch